Die Botschaft Des Außenministers Der Republik Türkei, S.e. Herrn Ahmet Davutoğlu, Anlässlich Der Feierlichkeiten In Istanbul Zum Internationalen Tag Des Gedenkens An Die Opfer Des Holocaust

Berlin Büyükelçiliği 02.02.2012


        Die Botschaft des Außenministers der Republik Türkei, S.E. Herrn Ahmet Davutoğlu, 
        anlässlich der Feierlichkeiten in Istanbul zum Internationalen Tag des Gedenkens 
        an die Opfer des Holocaust   

          Ich bedaure, dass ich an den Feierlichkeiten, die am 26. Januar zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust der Vereinten Nationen in der Istanbuler Neve-Schalom-Synagoge ausgerichtet werden, nicht teilnehmen kann. Bei den Feierlichkeiten wird in Vertretung des Außenministeriums der Botschafter, Herr Ertan Tezgör, zugegen sein.   

        Für die nachfolgenden Generationen ist es wichtig, dass das Gedenken an die Opfer dieses beispiellosen Verbrechens aufrechterhalten wird. Damit der Holocaust nicht vergessen wird und die nötigen Lehren aus dieser Gräueltat gezogen werden, wird die Türkei an ihrem politischen Prinzip festhalten und die internationalen Bemühungen zur diesbezüglichen Bewusstseinsbildung in materieller und ideeller Hinsicht weiterhin unterstützen.   

        Mit Stolz möchte ich hervorheben, dass in diesem Land, das traditionsgemäß allen Menschen, die vor Unterdrückung und Gewalt fliehen, seine Gastfreundschaft erweist,  gegenüber dem Leid des jüdischen Volkes seit jeher ein besonderes Mitgefühl entgegengebracht wurde. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch der türkischen Diplomaten gedenken, die während des Holocaust zur Rettung einer großen Zahl türkischer Juden mutig und ehrenvoll gehandelt haben.   

        Anlässlich des Gedenkens an diese Tat, die eine Schande für die Menschheit und einen schmerzhaften Teil unseres kollektiven Gedächtnisses darstellt, begrüße ich die jüdische Gemeinschaft, die diesen Gedenktag in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium organisiert hat, und verbeuge mich in Respekt vor den Menschen, die  während des Holocaust ihr Leben ließen.
 

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